Travel | Bella Italia – Amalfiküste & Neapel | Wohin und was hat’s gekostet

Dieser Beitrag entstand auf Grund der vielen Fragen und Kommentare während Chris‘ und meiner Reise an die Amalfiküste in Italien. Ich möchte euch hier alle Antworten zu Preisen, Reiseplanung, Vorurteilen und Reisetipps geben.

Wer mir nun schon etwas länger folgt und regelmäßig meine Social Network Channels checkt, der wird sich vielleicht gewundert haben, warum wir dieses Jahr nach Italien gereist sind, da wir ja sonst immer Langstrecke in Richtung Amerika, Asien oder Australien reisen. Nun, wir wollten es dieses Jahr etwas entspannter angehen und haben nach unserem NYC Trip im April entschieden, dass wir nur mehr einen europäischen Trip machen, da wir bereits die Schwangerschaft geplant hatten.

Bella Italia hat so viel zu bieten und nach dem ich, wie wahrscheinlich viele Österreicher, als Kind immer mit meinen Eltern an die Hausmeisterstrände (Jesolo, Rimini, Caorle, Lignano) gefahren war, steht Italien für mich einfach für Urlaub. Dieses Mal sollte es jedoch weiter in den Süden gehen, um die berühmte Amalfiküste zu erkunden.

Wir hatten einen 10-Tages Trip inklusive Mietwagen geplant. Die ersten 2 Tage verbrachten wir in Neapel, danach ging es für eine weitere Woche etwa 1 Stunde weiter südlich an die Küste. Wir hatten unser Hotel in Sorrento und haben von dort aus jeden Tag einen anderen Teil der Amalfiküste erkundet. Viele meiner Tipps basieren auf den Tipps und Empfehlungen meiner lieben Follower… vielen Dank dafür!

Vorurteil: Mietwagen

Vielen hatten uns vorab von einem Mietwagen abgeraten und auch während der Reise erreichten mich viele Kommentare zu unserer täglichen Fahrt. Wie in jedem Urlaub lieben wir es spontan und flexibel zu sein, unsere Route selbst zu wählen und en-route jederzeit stehen bleiben zu können. Die Allgemeinheit war der Meinung, dass die Küstenstraße nach Positano und Amalfi sehr gefährlich sein soll: eng, viel Verkehr und unvernünftige Fahrer. Einige von euch meinten, dass es zu gefährlich sei, selbst zu fahren und rieten uns daher davon ab. Wir waren auch knapp daran, es bleiben zu lassen, jedoch nach unseren Mietwagenerlebnisse in Australien (links fahren), Mexiko (korrupte Polizisten), Amerika (mph und Trucks), Bali & Thailand (Moped),… dachten wir uns: das ist Europa, wie schlimm kann es schon sein!

Vor Ort hat sich gezeigt, dass die Straßen gar nicht so eng waren und nur die Kurven für Anstrengung sorgten, jedoch nicht gefährlich sind. Man muss sich auf jeden Fall auf den italienischen Fahrstil einstellen, also Moped überholen auch in der Kurve, bei Kreuzungen fährt jeder wann er will und beim Parken steht man auf Kontakt.

Trotzdem bin ich der Meinung, es lohnt sich einen Mietwagen zu nehmen, sofern man kein ungeübter Autofahrer ist.

Tipps: Nehmt auf jeden Fall einen kleinen Wagen zwecks Parkkosten und Parkplätzen. Bei der Übernahme des Mietwagen überprüft alle Schäden und lasst diese im Abholbericht eintragen. Sichereheitshalber auch alle Schäden fotografieren – hilft bei der Rückgabe und spart unnötige Diskussionen.

Vorurteil: Neapel

Neapel ist dreckig, gefährlich und sollte man meiden – Mafia an jeder Ecke hieß es. (selbst die Kollegen von Chris meinten es sei gefährlich). Nun ja, dreckig und herunter gekommen ist es auf jeden Fall. Abseits der touristischen Ecken sieht es schon ziemlich übel aus. Gefährlich: das kann ich nicht bestätigen. Ich war bereits öfters dort und hatte keine unangenehmen Erlebnisse.

Was gibt es in Neapel zu sehen?

Neapel ist die Hauptstadt der Pizza und der Espressi. Neben den kulinarischen Highlights gibt es, wie überall in Italien, viel Kultur, Kirchen und antike Gebäude. Da Michele ist DIE Pizzeria in Napoli. Man steht knapp 1,5 Stunden an um einen der begehrten Tische zu ergattern. Weil es so exklusiv ist? – Nein, weil es die beste Pizza der Welt dort gibt – Margerita mit Büffelmozarella: 5 €.

Weitere Points of Interest: Castel Nouvo, Castel dell’Ovo, Royal Palace, Galleria Umberto

Die Amalfiküste

Wie bereits erwähnt, hatten wir unsere Unterkunft in Sorrento. Wir nächtigen in der Villa Savarese. (Vielen Dank liebe Kami für den Tipp!). Es war herrlich – ein kleines Boutique Hotel mit einer wunderschönen Gartenanlage inklusive Zitronen- und Orangenbäumen und Pool. Es war der perfekte Startpunkt für die Amalfiküste und Capri sowie Sorrento selbst, sowie ein entspannter Rückzugsort für ruhige und entspannte Stunden.

In Sorrento haben wir das mit Abstand beste Eis gegessen, der Eissalon nennt sich Prima Vera. In Sorrento selbst gibt es viele Restaurants und abends kann man durch die kleinen Gassen und Boutiquen schlendern.

Positano

Mein persönliches Highlight!! Vorab hatte ich mich auf Menschenmassen eingestellt sowie mit Touristenfallen gerechnet. Da ich einfach nicht enttäuscht werden wollte, ging ich von einem leeren Strand aus – sondern hatte eher die Bilder von Jesolo im Kopf (alles voll – übervoll). Vor Ort war ich dann umso glücklicher, als wir entspannt und ruhig unsere Liege aussuchen konnten und erst im Laufe des Tages es etwas voller wurde, jedoch nie überrannt. Die kleinen Gassen mit den aneinander gereihten Boutiquen und Cafés haben wir gleich nach dem Frühstück besucht. Hier waren auch echt „normal viele“ Menschen unterwegs und man fühlte sich nicht eingezwängt.

Auch die Preise in den Restaurants hatte ich deutlich höher eingeschätzt. Ich bin durch das Fliegen und meine vielen Amerikabesuche die amerikanischen Preise gewöhnt und war in Positano positiv überrascht. Die Restaurants direkt am Strand starten mit den Hauptgerichten bei ca. 15€ aufwärts. Eine Pizza to Go, bekommt man für 8€ und kann sie gemütlich am Strand essen. Und JA, die Pizza hat auch mega lecker geschmeckt!

Tipp: Nach dem Frühstück Positano erkunden und ab mittags an den berühmten Strand. Auch hier war bis 14 Uhr nicht alles ausgebucht und die Leute hatten sich gut verteilt. Abends lohnt sich ein Ausblick vom „Le Sirenuse“ Hotel 

Parkkosten: 5€/Stunde
Beachclub: 40€/ Tag für 2 Strandliegen, 1 Sonnenschirm und 2 Personen

Lieblingslokale: Chez Black, L’Incanto, Franco’s Bar

Amalfi

Hier hätte ich mir deutlich mehr erwartet. Der Ausblick ist wunderschön, keine Frage. Leider waren wir an diesem Tag erst mittags in Amalfi angekommen und blöderweise waren alle Parkmöglichkeiten voll. Also früh aufstehen lohnt sich hier auch wieder. Wir sind dann direkt nach Ravello weitergefahren (ca. 15 Minuten). Nachmittags bekamen wir dann auf Anhieb einen Parkplatz und die vielen Menschen waren eher am Hafen und Strand zu finden.

In den Gassen selbst war nachmittags nicht viel los, wir konnten uns alles in Ruhe ansehen und durchstöbern. In Amalfi selbst waren wir nicht essen, aber es gab sehr viele Lokale (mehr als in Positano). Im Grunde hat man hier alles an einem Tag gesehen, kann aber auf jeden Fall zwei Tage vor Ort sein, wenn man auch am Strand liegt.

Parkkosten: 4€/Stunde

Capri

Wir waren ingesamt zwei Tage auf Capri und sind zweimal extra mit der Fähre angereist. Hotels sind auf der kleinen Insel kaum leistbar. Die Fähre von Sorrento bzw. von Neapel kostet 45€ pro Person (hin- und retour) und fährt beinahe im 30min-Takt. Die Fähren können ganz bequem online auf Capri.com gebucht werden oder direkt am Hafen (Sorrento, Neapel, Positano).

Beim ersten Besuch sind wir von Neapel aus losgefahren. Wir wollten unbedingt relaxen, Sonne tanken und genießen. Wir hatten uns für den Beachclub Lido del Faro entschieden und vom Hafen aus müsst ihr mit einer ca. 30 Minuten Busfahrt rechnen. Der Beachclub war nicht billig, aber jeden Cent wert. Wir hatten uns für eine eigene Bucht entschieden, wo wir den ganzen Tag verbracht hatten. Im Beachclub selbst gibt es einen Pool, wir haben aber den direkten Zugang zum Meer bevorzugt.

Beachclub: 90€ für 2 Strandliegen, Handtücher, Sonnenschirm und eigener Bucht!!
Busticket: 2€/Fahrt

Beim zweiten Mal auf Capri hatten wir den Vormittag mit einer kleinen Stadttour begonnen. Hier findet ihr alle Luxusmarken wie Gucci, Prada und Dolce&Gabbana. Achtung: Direkt am Hauptplatz kostet der Espresso 6€. (haha, ok), daher etwas abseits gehen und um 2,50€ bis 3€ genießen. Uns hat auch der Giardina di Augusto sehr gut gefallen. Der Ausblick lohnt sich und am Weg kann man das Beste Lemon Slush kaufen.

Am Nachmittag hatten wir eine Bootstour (4-Stunden) mit Skipper und Getränken an Board um 260€ geplant. Wir hatten dabei ein privates Boot gemietet und konnten so selbst unsere Route wählen. Es war ein wunderschöner Nachmittag rund um Capri mit tollen Fotospots und einem traumhaften Wetter. Gebucht hatten wir über Capri.com. Hier könnt ihr unterschiedliche Boote, Zeiten, Gruppengrößen und Destinationen wählen. Bucht auf jeden Fall eine Woche vorab, um sicher zu gehen, dass ihr die gewünschte Zeit bekommt, ansonsten lässt es sich auch flexibel buchen.

Kosten für die Fähre: 45€/ Person
4-Stunden Privatboot: 260€ gesamt
Busticket: 2€/Fahrt

Ravello

In Ravello haben wir ein paar schöne Stunden verbracht. Das kleine Dorf war sehr ruhig, es waren wenig Touristen und auch hier hat uns die Pizza richtig gut geschmeckt. Unser Highlight war der Weg zur Villa Cimbrone. Nicht nur der Weg dorthin war total schön, auch die Villa und er dazugehörige Garten sind ein Traum!!

Parkkosten: 4€/ Stunde
Eintritt Villa&Garten: 7€/Person

Furore 

Furore liegt zwischen Positano und Amalfi und diesen Spot hatte ich über Instagram gefunden. Der Ausblick ist wirklich toll und ich wollte unbedingt hin. Vor Ort war ich dann doch etwas enttäuscht. Die Parkmöglichkeiten sind dort mal gar nicht vorhanden. (wir haben dann einfach auf der Straße direkt geparkt). vormittags ist durch die Bucht/ Brücke keine Sonne vorhanden und der Ausblick ist zwar auf den Bogen selbst schön, leider ist der Strand sehr verschmutzt und ein Teil war abgesperrt.
Unten angekommen haben wir nur ein paar Fotos gemacht und sind anschließend direkt weiter. Ich habe für euch natürlich den schönen Part festgehalten. 😉

 

Unser Fazit:

Wir waren mehr als positiv überrascht von der Amalfiküste und die Kosten hielten sich in Grenzen. Kleiner Tipp: Hotels abseits buchen, einen kleinen Mietwagen reservieren und spontan sein. Die Flüge und Unterkünfte auch schon rechtzeitig auswählen und buchen, so spart man unnötige Kosten.

Wir werden auf jedenfall nochmals die Amalfiküste besuchen – und dann auch schon zu dritt <3

 

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