Los Angeles | Unsere erste lange Flugreise mit Baby Paul

Im heutigen Beitrag möchte ich von unserer Kalifornien (Los Angeles) Reise berichten und meine Erfahrungen zum Thema „Fernreisen mit Baby“ mit euch teilen. Wir haben wieder viel erlebt und so einiges zu erzählen…

Wieso gerade nach Los Angeles?

Ich möchte ganz am Anfang beginnen und euch erstmal erzählen warum wir ausgerechnet Los Angeles für die erste Fernreise mit Paul gewählt hatten. Nun, die gesamte Reise war schon vor Paul geplant und konnte auch nicht verschoben werden – Chris hatte nämlich seinen Abschluss des MBA Studiums an der CLU in Kalifornien, dessen Datum schon vor über 15 Monaten bekannt war.

Als wir die frohe Botschaft von Paul erhielten, wussten wir, dass es eine Herausforderung werden wird. Lange war geplant, dass Paul und ich von Anfang an Chris bei der Reise begleiten und somit 3 Wochen in Kalifornien verbringen werden. Da Chris jedoch noch einige Prüfungen und Präsentationen in den ersten beiden Wochen hatte, hatten wir uns schlussendlich dazu entschieden, dass ich mit Paul erst zur Graduierung (Sponsion) komme und wir zu Dritt noch eine Woche Urlaub anhängen.

Chris und ich waren bereits 2x in Kalifornien, somit kannten wir alles schon und hatten nicht den Druck auf große Entdeckungsreise zu gehen. Eine Woche war somit vollkommen ausreichend für unsere erste Fernreise mit Paul. Es war nicht Paul’s erste Reise, jedoch sein erster Flug – und dann gleich ein 12 Stunden Flug.

Der Flug – Mama und & Baby

Da Chris ja bereits 10 Tage früher flog, wartete auf mich eine richtig große Herausforderung – ein 12 Stunden Flug alleine mit Baby – „Mummy&Baby on Tour“. Monate und Wochen bevor war ich ganz gelassen, ich bin ja Flugbegleiterin und kenne alle Abläufe und Tricks nur zur Gute. Jedoch, je näher der Flug kam, vor allem nach dem ich Chris zu seinem Flug gebracht hatte, desto mehr schwebten auch meine Gedanken um die Herausforderung – Baby, Kinderwagen, Koffer, Handgepäck und Tasche – wie soll das funktionieren. Nun, alles der Reihe nach:

Chris’ Papa hatte uns zum Flughafen gebracht und uns beim Check-In, der Kofferabgabe und der Abgabe des Kinderwagens begleitet. Das war auf jeden Fall schon einmal eine große Unterstützung. Zu den oben genannten Lasten, kommt noch der Nervenkitzel des Standby-Fliegens – bekommen wir einen Sitzplatz oder nicht. Als Mitarbeiterin bekomme ich ermäßigte Tickets, so dass auch die Business-Class erschwinglich wird – diese hatte ich auch für diesen besonderen Flug gebucht.

Am Check-In Schalter dann gleich einmal die erste positive Nachricht, Paul und ich hatten einen Sitzplatz in der Business-Class bekommen und konnten ohne Stress und Nervenkitzel zum Gate. Bei der Abgabe des Kinderwagens hatte auch alles toll geklappt, so dass es echt super lief für uns. Wir hatten uns entschieden, den Kinderwagen schon vorab abzugeben, da ich beim Check-In noch Unterstützung hatte. Man kann den Kinderwagen jedoch auch bis zum Einsteigen behalten und diesen dann vor dem Besteigen des Flugzeuges in den Frachtraum verladen lassen. Da ich jedoch alleine war und ich mit Paul am Arm den Kinderwagen nicht in die Hülle hätte packen können, hatten wir uns für die andere Option entschieden.

Mit Paul am Arm und Handgepäcks-Trolley in der anderen Hand ging es dann durch den Sicherheitscheck, durch die Passkontrolle und schlussendlich zum Gate. Das Boarding verlief ebenfalls ruhig und geordnet und Paul war ein Vorzeigekind – er hat mit den anderen Passagieren geflirtet und war immer gut gelaunt.

Dann, endlich geschafft, wir sitzen im Flugzeug auf unseren Plätzen und die nette Flugbegleiterin teilt bereits die Begrüßungsgetränke aus. Ich hatte Chris noch geschrieben, dass alles gut verlaufen ist und Paul bester Laune ist. Chris freute sich schon sehnsüchtig auf „uns“ (ich glaube aber vor allem auf Pauli). Bei ihm war es dann schon 23:00, so dass er nach meiner Nachricht schlafen ging.

Wir beginnen zu rollen und das Flugzeug macht sich auf in Richtung Startbahn. „Ready-for-Takeoff“……. moment, warum stoppt der Pilot nun wieder die Maschine? Plötzlich eine Durchsage „Es tut uns Leid Ihnen mitteilen zu müssen…bla bla bla….“. Es gab unbekannten Geruch (z.B. toxische Dämpfe) im Cockpit und die Piloten mussten aus Sicherheitsgründen den Flug abbrechen. Somit ging es wieder zurück zum Gate und alle Passagiere mussten wieder das Flugzeug verlassen. Paul war noch immer gut gelaunt und hat von dem ganzen Problemen nichts mitbekommen.

Ich hatte sofort Chris probiert zu erreichen und ihm Nachrichten geschickt, dass wir nicht kommen. Alle Passagiere wurden auf Ausweichrouten bzw. auf den nächsten Tag umgebucht, wodurch unsere Chancen auf ein Stand-By Ticket für den kommenden Tag auf Null sanken. Chris meldete sich Stunden später als er in Kalifornien aufstand – seine Entäuschung konnte er nicht verbergen, vor allem, dass wir vielleicht seine Sponsion verpassen.

Schlussendlich hatten wir am nächsten Tag den Flug Wien-Frankfurt-Los Angeles bekommen und konnten hier die Business-Class genießen. Ich war jedoch sichtlich erschöpft vom Vortag und konnte es kaum erwarten in Los Angeles anzukommen.

Langstreckenflug mit Baby – Wie haben die anderen Fluggäste reagiert? 

Ich war positiv überrascht – beim Hinflug hatte ich sehr viel Hilfe angeboten bekommen und in manchen Situationen war es echt super und vor allem notwendig. Da ich mit Paul und der Babytrage unterwegs war, half es mir schon sehr, wenn man uns zum Beispiel den Handgepäckskoffer verstaut hatte. Andere Gäste hatten während des Fluges mit Paul freundliche Blicke ausgetauscht, gewunken und mit Paul geflirtet, oder besser gesagt Paul hat geflirtet. Er liebt das total. 😀
Ich weiß, dass es sehr wichtig für Gäste in der Business Class ist, dass sie ihre Ruhe bekommen. Gerade während der „Nacht“, wo auch die Kabine abgedunkelt war, hatte ich versucht den Lärmpegel so gering wie möglich zu halten. Wenn Paul also kurz mal geraunzt hat, bin ich einfach schnell mit ihm aufgestanden und wir sind mal eine Runde durch den Flieger spaziert. Ich denke, wir hatten niemanden bei seiner Nachtruhe oder Arbeit gestört.

Das Wichtigste bei Flügen ist, dass man das Baby/ Kind beschäftigt. Jetzt denkt ihr euch sicher: KLAR!! Aber glaubt mir, ich habe leider schon ganz viele Eltern bei Flügen erlebt, die nicht wirklich Spielzeug oder ähnliches dabei hatten. Da hilft nur ein alter Flugbegleitertrick: Pappbecher, Servietten und Peek-a-Boo hinter dem Vorhang spielen.

Kofferpacken für eine Fernreise – Was brauche ich mit?

Hier findet ihr den Fisher Price Reise Dschungel und den Gehörschutz. (Werbung – Affiliate Link)

Die Unterkunft – Venice Beach

Chris hatte bereits einen Mietwagen – einen SUV nach US-Standard natürlich –  gemietet und uns vom Flughafen abgeholt. Den Autositz hatten wir auch dazu gebucht (Ich wollte anfangs unseren geliebten Cybex Cloud Q mitnehmen. Das hätte dann aber unser Gepäck gesprengt). Nur kurz eine Info zum Autositz: Chris hat den Sitz eingepackt übernommen, diese dürften anscheinend gereinigt werden. Bei uns war dieser auf jeden Fall sauber und ohne Flecken (hygienisch somit vollkommen in Ordnung. 🙂 Die Freude war riesig und das Wiedersehen beinahe emotional. Von LAX ging es dann durch die Rush Hour nach Thousand Oaks, wo Chris’ Uni lag. Für die ersten beiden Nächte hatten wir uns dort vor Ort in einem Hotel eingemietet, um die Fahrzeiten für das Galadinner und die Sponsion am nächsten Tag kurz zu halten.

Das Zimmer war echt toll und bot genügend Platz für unser gesamtes Gepäck und den Kinderwagen. Was wir aber sofort merkten, hier gibt es keinen Wasserkocher im Zimmer – so musste Chris immer um heißes Wasser an die Rezeption, um Pauli’s Fläschen anzumachen. In der Umgebung des Hotel gab es alles – Supermärkte, Starbucks, Bank und Restaurants. Vor allem, es gab gleich ein riesen Outlet 12min entfernt (Camarillo Outlet). Gleich am Tag der Ankunft hatte Chris uns noch dort hingeschleppt um den Jetlag zu trotzen – nun, leider hatte das nicht für alle geklappt. Paul war nämlich gar nicht einverstanden, dass wir schlafen gehen und wollte lieber die ganze Nacht aufbleiben. Unglaublich, aber unser Baby hatte es voll erwischt – ein Jetlag wie er im Buche steht. Ich war am Ende und musste unbedingt schlafen, dadurch hatte sich Chris die ganze Nacht mit Paul beschäftigt. Am nächsten Tag waren wir dann alle 3 müde. Die Nacht vor der Sponsion verlief nicht anders. Ich kämpfte auch mit meiner Müdigkeit und nach 10 Tagen ohne Chris zu Hause, brauchte ich Schlaf – somit hatte Chris eine weitere Nachtschicht, Paul hatte sich wieder geweigert zu schlafen. Ohne Schlaf stand Chris dann an seinem großen Tag im Stadion der CLU, wo die Graduierungsfeier pompös nach amerikanischen Standards von statten ging. Hut ab, dass er da nicht eingeschlafen war.

Zurück im Hotel, nutzen wir noch die Waschküche um Paul’s Wäsche zu waschen und den Umzug in unser Airbnb in Venice vorzubereiten. Das ging alles recht schnell und wir freuten uns sehr auf das Apartment. Dieses hatten wir nach den gleichen Kriterien ausgesucht, wie schon im Hotel davor. Für uns wichtig war eine Küche (um Wasser abzukochen, Flaschen zu reinigen, Kühlschrank, usw.) und eine Waschmaschine und ein Trockner sind auch super wichtig mit Baby. Wir hatten zwar genug Outfits dabei, jedoch finde ich es auch gut, wenn man alle Sachen vom Flugzeug waschen kann. Wir hatten das ganze Apartment für uns, eine Garage, Fahrräder und es war alles sauber.

Hier ist der Link, falls ihr auch noch auf der Suche seid. Die Unterkunft liegt 400m von der Abbot Kinney und 10 Minuten von Venice Beach entfernt. Werbung, aber natürlich alles selbst bezahlt.

Planung & Organisation im Urlaub

Vorab hatten wir eigentlich nicht viel geplant, bei mir im Kopf war eher der Flug und das Koffer packen ein großes Thema. Da wir schon mehrmals in Los Angeles waren, haben wir uns nicht so viele Gedanken zu den Spots gemacht. Es ist alles sehr weitläufig, man braucht auf jeden Fall ein Auto um von A nach B zu kommen und ganz viel Zeit. LA ist bekannt für lange Fahrten und immensen Traffic. Wir drei waren sehr viel unterwegs, haben die Stadt genossen, waren gut essen, spazieren und wenn man das natürlich nicht in den IG Stories sieht…. natürlich kamen wir auch an unsere Grenzen. Paul war nachmittags manchmal schlecht gelaunt. Wir sind sogar mal am Pannenstreifen am Highway stehen geblieben, damit ich mich auf die Rückbank setzen konnte um ihn zu beruhigen. Tipp: Haltet auf jeden Fall ein Fläschchen mit Tee oder Milch bereit, falls ihr im Stau steht und er Baby-Hunger einsetzt.

Man braucht viel Zeit, Geduld und darf sich keinen Stress machen. Leichter gesagt, als getan, es war trotzdem schön auf Urlaub zu sein und glaubt mir, es ist „anders“ schön, wenn man mit Baby unterwegs ist und ich freue mich jetzt schon auf die nächste große Reise. Vielleicht haben wir auch schon ein nächstes Ziel für August geplant – es ist ein etwas kürzerer Flug als nach Los Angeles 😀

Welcher Kinderwagen kommt mit?

Auch dies war keine leichte Entscheidung, denn wir wollten Paul die beste Möglichkeit bieten, um es im Kinderwagen gemütlich zu haben. Man sagt ja, dass man den Kinderwagen von der Babywanne zu dem „Sitz“ umbauen kann, wenn das Baby alleine sitzen kann. Nun ja, Paul ist gerade in einer Zwischenphase, er möchte nicht mehr „nur“ liegen, da er schon sehr neugierig ist, kann aber noch nicht längere Zeit selbstständig sitzen. Weiters finde ich es sehr aufwendig die große Babywanne einzuchecken und in den Urlaub mitzunehmen. Für einen „Buggy“ ist Paul noch ein Stück zu klein, das ist meine persönliche Meinung, also bitte nicht böse nehmen, wenn ich hier meine Gedanken schreibe. Da wir im Urlaub ganz viel zu Fuß unterwegs waren, kam auch der Buggy nicht so ganz für uns in Frage….

Wir haben die perfekte Lösung für UNS gefunden – vielleicht ist es ja auch für euch eine Option. Wir haben das neue Modell von Cybex getestet, die genaue Bezeichnung ist Cybex Priam mit dem „Lite Cot“. Ein wunderschöner Aspekt sind auch die roséfarbenen Details am Kinderwagen. I like!! <3

Was genau ist das Lite Cot?

„Das LITE Cot ist der leichte, mobile Reiseaufsatz für den neuen PRIAM. Sein hohes Maß an Komfort in Verbindung mit seiner einfachen, flexiblen Handhabung machen ihn zum perfekten Reisebegleiter für aktive Familien.“

Das heißt das Lite Cot steht in Verbindung mit dem „Seat Pack“. Den Sitz kann man auch komplett flach stellen bzw. haben wir den Sitz auch schon leicht schräg gestellt. Der Rücken von Paul wird in dieser Position immer noch geschont! Falls ihr neugierig geworden seid: Hier kommt ihr zu unserem Kinderwagenmodell Cybex PRIAM. 

An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an Cybex. Uns wurde der Kinderwagen zur Verfügung gestellt!

PS: vielleicht könnt ihr euch an die gelbe Kinderwagen-Schutzhülle aus meinen Stories für den Flug erinnern? Unser Kinderwagen ist hin-und retour ohne Kratzer angekommen.

 

Ich hoffe ihr habt einen Eindruck von unserer Los Angeles Reise und Organisation bekommen, falls ihr noch Fragen habt, schreibt mir gerne.

xx, eure Andi

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1 Comment

    1. Ahhh so spannend! die erste reise mit pauli <3 und OMG !! er wird echt immer süßer – wahnsinn! müssen uns bald wieder sehen :)) lieeeebe außerdem das letzte bild 🙂 und so heftig, dass er einen jetlag hatte, ihr armen!! 😀 xx
      http://www.melinadulce.com/

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